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Weiter! Ich muss w … oh, ein Wohnwagen.

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Dieser Bericht wird vom Dachdeckermeister Uwe Blech aus Mittelnkirchen präsentiert. Das Einmannunternehmen, das für Dachreparaturen und -sanierungen bestellt werden kann. Wenn Sie also ein Loch im Dach haben, schreiben Sie eine E-Mail an uweblech67@gmail.com und wenden sich an den Dachdeckermeister Uwe Blech.

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10.05.2021

Es ist halb sieben, als ich mein Bett verlasse. Es hängen wieder Wolken am Himmel. Nach Regen sieht es aber nicht aus. Ich trete auf die Terrasse hinaus. Nicht zu kalt. Angenehm warm. Das kann heute mein Tag werden! Nur blöd, dass ich mich erst zu um zehn mit Katrin verabredet habe, das Papiertechnische zu regeln. Zuvor hat sie selber noch einige mehrere Dinge in ihrem Homeoffice zu erledigen. Ich sehe auf meinem Telefon dabei zu, wie die Zeit davon rennt.

So ist es halb elf. Nein, eher elf, als ich endlich auf die Straße trete, um dann die Straßenseite zu wechseln und erst einmal einzukaufen. Clever von mir, nicht wahr? Hätte ich ja auch machen können, als ich gewartet habe. Das wäre aber zu einfach gewesen. Also jetzt einkaufen und dann die paar hundert Meter zur Elbefähre Neu Darchau. Dabei kackdreist meinen Wagen an die Warteposition eins geschoben und Bilder geschossen. Anschließend mache ich wieder für die motorisierten Verkehrsteilnehmer Platz. Auf der Fähre schaut der Kassierer meinen Zossen fragend an. Was er dafür berechnen soll? So etwas habe er noch nicht gesehen. Nimm den Preis für ein Fahrrad. Recht so!

Bild 1: Die Elbefähre Neu Darchau – Bild 2: Lotte wartet – Bild 3: Der alte Grenzturm nahe Neu Darchau – Bild 4: Unterwegs

Nun kommt der Abschnitt, den ich vor vier Jahren bei leichten Nieselregen und Rückenwind erleben durfte. Jetzt also bei aufgelockerter Wolkendecke und Sonne ist er gleich um ein Vielfaches schöner. Immer wieder halte ich an, um Bilder zu schießen. Vom alten Grenzturm am Elbufer zum Beispiel. War der Fluss bis vor dreißig Jahren die natürliche Barriere zwischen Ost- und Westdeutschland. Nun aber gehört dieser Landstrich wieder zu Niedersachsen. Vor der Teilung war das auch schon der Fall. Nach der Wiedervereinigung wurden die dort lebenden Menschen gefragt, wo sie zugehören wollen. Die Wahl viel auf die Rückkehr ins Bundesland Niedersachsen und somit in den Landkreis Lüneburg.

Ich entdecke eine Bank-Tisch-Kombination. Eine Pause wäre ja schön jetzt. Vier Radler sitzen dort schon, machen aber den Anschein, dass sie weiterwollen. Das verrät mir ihr Zusammenpacken. Einen fliegenden Wechsel könnte man es nennen. Nach einer kurzen Plauderei sitze ich dann mit Lotte alleine dort. Was mir leichte Sorgen bereitet: Von den Radlern habe ich erfahren, dass Mecklenburg-Vorpommern Touristen an der Landesgrenze abweist. Sofern sie nicht geimpft sind. Ist das so? Wirklich? Zumindest hat man sie am Vortag mit dem Auto nicht nach Dömitz gelassen.
Was soll ich jetzt tun? Weiterlaufen natürlich. Die Situation auf mich zukommen lassen. Zumal ich ja kein wirklicher Tourist bin. Ich bin ein Durchreisender mit Kleingewerbe, dessen Firmenprojekt es ist Europa zu Fuß zu erkunden. Dabei so viel wie möglich zu lernen. Von Land und Leuten und darüber zu schreiben. Ob die Ordnungshüter das als Argument gelten lassen? Ausprobieren!

Bild 1 – 3: Nahe Neu Darchau

Schritt für Schritt lasse ich Meter für Meter, Kilometer für Kilometer hinter mir. So schön es hier auch ist. Der Weg zieht sich ganz gewaltig. So viel passiert hier nämlich nicht. Es sind nahezu keine Menschen unterwegs. Vereinzelt begegnen mir zwar welche, ich habe es mir aber belebter vorgestellt. Ob das an der derzeitigen Situation liegt? Nicht ein Radfernreisender auf der Strecke. Ist Mecklenburg-Vorpommern wirklich abgeriegelt, dass deswegen keiner auf der Strecke ist? Die Birne qualmt diesbezüglich. Und je mehr ich an die Landesgrenze herankomme, desto mehr bin ich am Grübeln.

Bei dem Örtchen Bitter treffe ich mich dann mit Ulli. Ulli kommt, wenn ich richtig verstanden habe, aus Kaarssen. Nicht allzu weit weg von hier. Zusammen gehen wir mit den Hunden ein Stückchen und plaudern über bisher Erlebtes. Zum Ende bekomme ich noch zwei Flaschen bayerisches Bier überreicht. Für einen gemütlichen Abend. Wenn ich mal an einem See oder schönen Örtchen übernachte. Das nimmt man doch gerne mit. Dann gesellt sich ein älterer Herr in einem kleinen Elektroauto zu uns. Nach einer kleinen Lebensgeschichte von Seiten des Herrn laufe ich schließlich weiter. Ich würde es gerne noch bis Wilkenstorf schaffen. Dann ist es bis Dömitz morgen nicht mehr so weit. Und je früher ich die Landesgrenze erreiche, entgehe ich vielleicht der Ordnungshüterei? Wer weiß, wann die sich dort positionieren. Sofern die Aussagen der Menschen wirklich wahr sind.

Bild 1: Familie Schwan auf dem Wasser – Bild 2: Lotte und ich Nahe Bitter – Bild 3: Familie Storch im Horst

In Laake ist dann jedoch Schluss. Ich werde von einem jungen Mädchen angesprochen, was ich denn vorhabe. Wenige Erklärungen später hat sich Wilkenstorf dann erledigt. In Laake ist die Etappe beendet. In einem alten Wohnwagen kann ich meinen Schlafsack ausrollen. Weil es noch recht früh ist, entschließe ich mich dazu etwas zu kochen. Auch die verderblichen Nahrungsmittel möchten verspeist werden. So bekomme ich von meinen Gastgebern einen großen Topf Frischwasser, womit ich alle meine nächsten Vorhaben umsetzen kann. Also: Kochen, Abwaschen und so. Während Nudeln und Kartoffeln über meinem Holzkocher garen, kühlt eine der Bierflaschen im Frischwasser herunter. Satt und zufrieden geht es dann in den Schlafsack.

Start/Ziel: Neu Darchau – Laake
Laufstrecke: 18,21 km
Höhenmeter: 31 m
Zeit: 3:18 h
D.-geschw.: 5,52 km/h
Schritte: 21.637

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