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Bock auf eine Bratwurst?

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Ein Hinweis der Werbung:
Dieser Bericht wird von der ESSO SB Station B. Wahlen aus Steinkirchen präsentiert.
Im Meisterbetrieb der KFZ-Innung wird sich neben Landmaschinen- und KFZ-Reparaturen auch um ihre Gartengeräte gekümmert.
Von Fahrzeugdiagnose zu Inspektion, Klimaservice und Reifenservice. Wenden Sie sich an die ESSO SB Station B. Wahlen.

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19.05.2021

Unmotiviert. Ich bin ja so unmotiviert. Ich könnte glatt noch einen weiteren Tag hier im Gerätehaus verbringen. Es folgt die tägliche Routine: Bett abbauen, die Mitteilungen auf dem Telefon sondieren. Einen Blick auf das Zelt im Schlauchturm werfen. Die Feuchtigkeit ist noch nicht vollends weg. Die Bodenplane als zusätzlichen Schutz für das Zelt ist auch noch nass. Ja, dann gehe ich mit Lotte zum Fleischer um die Ecke. Frühstück holen. Dann der Computer aufgebaut und zumindest ein paar Sätze geschrieben. Ich schleppe mich in die Fahrzeughalle zurück. Plane und Zelt gucken. Zurück zum Computer. Zwischendrin gehe ich mit Lotte noch einige Schritte. Das Nötigste erledigen. Anschließend wieder Pendelverkehr zwischen Computer und Fahrzeughalle. Mittag ist längst durch, als ich mich endlich in Bewegung setze. Schnell den Schlüssel vom Gerätehaus zum Ortsbrandmeister Matthias gebracht und dann weiter.

Über einen Betonplattenweg geht es in den Wald. Der Duft von Nadelholz steigt mir in die Nase. Die Kühle der Luft im Schatten der Bäume streicht mir mit dem leichten Wind über die Haut. Das Zwitschern der Vögel aus den Blätterkronen. Waldmistkäfer laufen gemächlich über den Weg. Raupen fallen mir auf. Eine Weinbergschnecke, die sich auf einer der Betonplatten in ihr Haus zurückgezogen hat. Ein schlechter Platz für eine Pause. Also beherzt zugepackt. Die »Zwangsumsiedelung« endet auf einen bemoosten Baumstamm im Schatten am Wegesrand. Kaum auf dem weichen Grün kommt der Hausinhaber hervor und setzt seinen Weg fort.

Ich komme an die Wegkreuzung, wo ich vor vier Jahren mit dem Fahrrad eine Fehlentscheidung traf. Damals fuhr ich geradeaus. Musste mich mit sandigen Wegen abärgern. Nun also auf den Betonplatten rechts herum geblieben. Einige Meter mehr gelaufen. Doch bevor ich mich wieder über den Sand ärgere? Auf der Bahnbrücke halte ich einige Minuten inne und folge mit den Augen dem endlos wirkenden Gleisbett. Ein Zug kommt vorbeigebraust.
Von Klein Behnitz geht es der Hauptstraße bis Groß Behnitz. Von dort wieder über eine Wirtschaftsstraße nach Quermathen. Nun ist es aus mit ruhigen Wirtschaftswegen. Ich teile mir die Straße mit Motorrad, Auto und Lastkraftwagen. Wobei alle wirklich Rücksicht auf mich nehmen.

Bild 1: Ab durch den Wald – Bild 2: Die Schnecke auf dem Baum – Bild 3: Ein Waldmistkäfer daneben – Bild 4: Ein Meer aus Raps

Die Landschaft wandelt sich zudem. Es stehen unzählige Bäume, Büsche und Pflanzengebilde an den Straßenrändern. Ich laufe vorbei an gigantisch großen Baumschulflächen. Von grünen Torbögen zu eckig gebrachte Baumkronen. Oder aber ganz normal gewachsene Bäume. Überall wuseln Menschen durch die Anlagen. Fährt schweres Gerät durch die Gänge. Oder kommt mir auf der Straße entgegen, oder überholt mich.

An einer kleinen Wegkreuzung in dem Örtchen Niebede entdecke ich eine Wanderkarte beziehungsweise Straßenkarte. Wie möchte ich jetzt weiterlaufen? Gibt es vielleicht doch einen Wirtschaftsweg, der mich von der Hauptstraße weg, aber doch nach Ketzin bringt? Wie lange möchte ich heute überhaupt noch laufen? Ich bin ja äußerst spät gestartet. Die zwanzig Kilometer wären aber schon schön, wenn ich sie noch auf den Tacho bekäme. Also noch bis Tremmen laufen? Das wären noch zwei, drei Kilometer.

Daraus wird jedoch nichts. Ich werde von einer Dame von der anderen Seite des Gartenzauns angesprochen. Ob ich laufe? Ob ich eine Pause machen möchte? Ein Bier? Eine Bratwurst im Brötchen? Alles beantworte ich mit »JA«. So hat sich das mit den zwanzig Kilometern am heutigen Tag erledigt. Denn als das erste Bier alle ist und der Ersten noch die zweite Bratwurst gefolgt ist, ist die Motivation gänzlich im Keller. So kann ich nach einem unterhaltungsreichen Abend meinen Schlafsack in der Werkstatt ausrollen. Ich bekomme sogar eine große, dicke Schaumstoffmatte, die noch irgendwo lehnte. Meine Plane drüber und meine Luftmatratze drauf und ich werde schlafen wie ein Stein.

Start/Ziel: Retzow – Niebede
Laufstrecke: 17,86 km
Höhenmeter: 47 m
Zeit: 3:09 h
D.-geschw.: 5,67 km/h
Schritte: 21.206

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