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»Ich bin bei der Zeitung!« – »Ich auch!«

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Dieser Bericht wird von der ESSO SB Station B. Wahlen aus Steinkirchen präsentiert.
Im Meisterbetrieb der KFZ-Innung wird sich neben Landmaschinen- und KFZ-Reparaturen auch um ihre Gartengeräte gekümmert.
Von Fahrzeugdiagnose zu Inspektion, Klimaservice und Reifenservice. Wenden Sie sich an die ESSO SB Station B. Wahlen.

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01.06.2021

Was habe ich gut geschlafen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich auf dem alten Sofa so tief ins Land der Träume eintauchen würde. Nun aber gilt es wieder, die Sachen zu packen. Da kommt mein Gastgeber in den Garten. Ob ich Frühstück haben möchte? Wenn ich darf? So folge ich ins Haus. Ein gewisses Maß an Vorsicht wird hier gefordert. Ich sitze in der Küche und er mit seiner Mutter im Esszimmer. Wenn das so soll, dann will ich nicht mosern.

Bild 1: In der Parkanlage von Calbitz – Bild 2: Richtung Mügeln – Bild 3: Der Schmalspurbahnhof von Mügeln – Bild 4: Auf dem Lutherweg

Schließlich bin ich auf der Straße. Über einen schmalen Weg, der durch eine Art Parkanlage geht, komme ich in den Ortskern von Calbitz. Ab dort geht es dann zum ersten Mal wirklich merklich bergauf. Da hält ein Auto neben mir. Eine junge Dame steigt aus. Ob ich einen Moment Zeit hätte? Sie sei von der Zeitung und habe mich zufällig gesehen. Wenn das also keine Geschichte wert ist. Ich deute auf eine überdachte Bank. Dort kann man sich in Ruhe unterhalten. Gerne. So lerne ich Jana kennen und wir sitzen eine gute Dreiviertelstunde auf der Bank und plaudern.

Also weiter den Collm hinauf. Der höchsten Erhebung im Landkreis Nordsachsen. Mit knapp dreihundertvierzehn Metern über dem Meeresspiegel eine kräftezehrende Herausforderung. Naja, fast. Ich habe im letzten Monat ja schon eine gewisse Grundmuskulatur und Ausdauer aufgebaut. Letzter Monat. Ha ha … oh, ich bin ja schon einen ganzen Monat unterwegs. Krass. Das wirft mich für einen kurzen Moment aus der Bahn. Während ich da mit einem Gedankensalat irgendwo auf Mitte der Steigung für einen kurzen Moment verschnaufe, hält ein Auto. Eine Dame steigt aus und sagt, sie sei von der Zeitung. Wie jetzt? Welche? Ich wurde gerade interviewt. Von der Jana? Nein, die arbeitet für ein anderes Blatt. Habe ich etwas Zeit? Klar! Und eine weitere halbe Stunde Plauderei geht ins Land. Mit einer Packung Kekse zum Reiseproviant geht es dann weiter. Ich muss langsam mal Meter machen. Ich möchte heute so dicht wie möglich an das Zschopautal herankommen.

Über die Dörfer Lampersdorf, Berntitz und Grossschlatizt gelange ich nach Mügeln. Dort bin ich vor vier Jahren mit dem Fahrrad auch angehalten. Damals war gerade Wochenmarkt. Der ist heute nicht. Schnell ein Foto von Lotte und dem Wagen am Schmalspurbahnhof gemacht und ich ziehe weiter. Hier muss doch irgendwo der Lutherweg sein? Wo ging das noch mal lang? Ich schaue auf mein Telefon. Links, rechts, hier einmal hinfallen und dort gegen die Wand laufen. Zack, bin ich auf dem gewünschten Pfad. Stimmt, hier ist der Straßenbelag gröberer Schotter. War das damals auch schon so steil? Ich schnaufe, zerre am Wagen. Werde von ungläubigen Blicken einiger Jugendlicher gemustert, die hier mit dem Roller hinaufgefahren sind.

Kurz vor Gaudlitz möchte ich dann Lotte erwürgen. Wir haben die Apfelplantagen erreicht. Da sind bei ihr wohl die Erinnerungen in den Kopf geschossen und sie ist weg. So richtig. Weg. Was für mich heißt: Warten. Ich laufe zum naheliegenden Haus. Eine Werkstatt. Ob ich mich auf die Bank setzen darf? Kein Problem. Kurz etwas von meiner bisherigen Geschichte erzählt und das Eis ist gebrochen. Fünfzehn Minuten später kommt dann auch mein Hund zurück. Alte Blödkuh. Das hat bislang so reibungslos gut geklappt mit dem Freilaufen. Kröte, die …

Bild 1-3: Ein Blick aus und in die Ferne

Nun muss ich aber zusehen. Hinter mir zieht eine schwarze Wolkenwand auf. Es grollt und grummelt. Ein Dach. Etwas mit nem Dach will gefunden werden. Ich versuche abzuschätzen, wann mir der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Noch einen Kilometer. Noch zwei? Lauf, Mütze! Lauf einfach.
Bei Gallschütz entdecke ich dann Menschen im Garten. Meine Chance! Und wirklich. Ich kann mein Schlafsack in der Gartenlaube ausrollen. Zuvor etwas Platz geschaffen und einer traumreichen Nacht steht nichts mehr im Weg.

Start/Ziel: Calbitz – Gallschütz
Laufstrecke: 21,35 km
Höhenmeter: 283 m
Zeit: 4:29 h
D.-geschw.: 4,76 km/h
Schritte: 27.659

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