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Durch die Hitze

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Dieser Bericht wird von der Volksbank Stade-Cuxhaven präsentiert. Mein Ansprechpartner für Finanzfragen während meiner Tour. Weltweit bargeldlos mit der VR-BankingApp bezahlen oder ein schneller Geldtransfer an Freunde mit »Kwitt«. Für Fragen wenden Sie sich an einen persönlichen Finanzberater der Volksbank. »Morgen kann kommen. Wir machen den Weg frei.«

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16.06.2021

Es ist nicht mal sieben Uhr in der Früh und ich bin auf der Straße. Solange es kühl ist, möchte ich so viele Meter machen, wie es nur irgendwie möglich ist. So laufe ich mit zügigen Schritten die Straße entlang, die mich nach Chrášťovice und später nach Mladotice bringt. Unterwegs werde ich dann noch von einigen der Herrschaften überholt, die zur Arbeit fahren. Man wünscht mir noch viel Glück und braust von dannen.

In letztgenanntem Dorf entdecke ich ein Naturschwimmbecken. Man kann auch sagen: Ein Regenrückhaltebecken mit Treppen zum Hineingehen. Eine Bank im Schatten der großen Birken mit Mülleimer laden zur ersten Pause ein. Selbst ein stilles Örtchen ist vorhanden. Ich muss mich aber ranhalten. Ich darf nicht zu viel Zeit vertrödeln. Wer weiß, wie warm es heute noch wird? Also weiter. Über einen Anstieg hinweg komme ich schließlich an den Wegpunkt, wo ich laut Navigation auf einen Wirtschaftsweg wechseln soll. Ob das so schlau ist? Ich grübel schon auf den letzten Metern, ob es nicht doch klüger ist, an der Hauptstraße zu bleiben. Dann aber Entwarnung. Der angezeigte Weg ist asphaltiert und es sind Wegweiser für Fahrradfahrer angebracht. Ja, dann also los.

Was für ein schöner Weg! Es geht mitten durch den Wald. Endlich einmal Wald! Schatten. Nicht immer durch die pralle Sonne laufen. Lotte und besonders ich genießen den Abschnitt wirklich sehr. Sicher, es geht bergauf und -ab, aber das stört mich gerade nicht im geringsten. Ich laufe im Schatten bei moderaten Temperaturen. Wobei es aber auch noch recht früh am Morgen ist. Das spielt mir gerade alles in die Karten. Abwarten, was auf dieser Etappe noch passiert? An einem Stillgewässer am Wegesrand entdecke ich eine weitere Bank. Pause. Ich bin mit Lotte knapp fünf Kilometer durch den Wald gelaufen. Habe den Duft von Nadeln und Laub inhaliert. Habe den Käfern zugeschaut, die meinen Weg kreuzten. Habe den Liedern der Vögel gelauscht.

Bild 1: Ein Blick in die Ferne – Bild 2: Eine Biene besucht den Klatschmohn – Bild 3: Endlich einmal Wald und Schatten

Bei Hadačka ist das dann vorbei. Ich habe die pralle Sonne wieder und nun sind es, wie zwei Tage zuvor die Bushaltestellen an denen ich mich entlang hangele. Immer nur ein paar Kilometer laufen und dann Schutz suchen. Selber verschnaufen, aber viel wichtiger ist Lotte. Die läuft so gut! Immer brav im Grünstreifen. Vom heißen Asphalt bekommt sie quasi gar nichts mit. Lediglich, wenn wir durch Ortschaften kommen. Immer wieder fühle ich mit der Hand den Boden. Runzele dennoch hier und dort besorgt die Stirn. In ihre Pausenbox will sie nicht. Auch dort herrscht Stauwärme. Egal, dass ich das Dach öffnen kann. Es ist ihr zu warm darin, und wenn ich sie doch dort hineinstecke, ist sofort lauthals Protest da. Kein Gewinsel. Lautes Bellen. Ja, dann lauf, aber bleib auf dem Grünstreifen.

Von Výrov geht es nach Lednice und weiter nach Kozojedy. Ich habe keine Lust mehr. Diese verfluchte Wärme. Immer wenn auch nur der Hauch von Wasser am Wegesrand erscheint, schicke ich Lotte in das kühle Nass. Mein Wasser in den Flaschen ist so ekelhaft warm, dass man es nicht trinken möchte. Es ist wieder der Moment erreicht, da das Laufen automatisiert stattfindet. Der Kopf ist gänzlich leer. Sie Füße setzen sich fast von selbst einer vor den anderen. Noch dazu muss ich mich gegen den Wagen stemmen. Denn ich tauche langsam in das Berounkatal ein. Auf der anderen Flussseite soll ein Campingplatz sein. Dort werde ich dann mein Nachtlager aufschlagen.

Bis zum Campingplatz komme ich jedoch nicht. Ich müsste noch weiter in das Tal hinunter und direkt an das Flussufer. An der Zufahrtstraße dazu entdecke ich ein Wirtshaus. Nein, ein Hotel. Hier mache ich eine Pause und brauche nicht lange zu überlegen, als man mir den Preis für eine Übernachtung nennt. Eine vernünftige Dusche und ein wirklich echtes Bett. Das ziehe ich dem Campingplatz vor. Die kommenden Tage werden auch nicht angenehmer. Denn es soll so warm bleiben. Mal schauen, wie Lotte und ich das wegstecken.

Start/Ziel: Odlezly – Liblín
Laufstrecke: 25,42 km
Höhenmeter: 236 m
Zeit: 5:11 h
D.-geschw.: 4,90 km/h
Schritte: 31.363

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