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Noch mehr hitzige Hitze

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Ein Hinweis der Werbung:
Dieser Bericht wird von der Fleischerei Düwer aus Grünendeich präsentiert.
Ob Wurst, Aufschnitt, Grillspezialitäten, zarte Steaks oder hausgemachte Salate. Im Ladengeschäft findet man immer die beste Qualität. Die Fleischerei Düwer wird mittlerweile in der fünften Generation geführt und über 90 Prozent der Produkte kommen aus eigener Produktion. Darüber hinaus wird ein Partyservice angeboten, dessen Speiseangebot von vielen unterschiedlichen warmen und kalten Köstlichkeiten bis hin zu ganzen Büfetts reicht.

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17.06.2021

Im Vergleich zum Vortag starte ich für diese Etappe noch früher. Das Hotel meint es wirklich gut mit mir. Man hat mir sogar ein kleines Essenspaket fertiggemacht, da ich Frühstück selber abgelehnt habe, um die Zeit für das Laufen zu nutzen. Etwas muss ich aber essen. So drückt man mir eine Tüte mit Köstlichkeiten in die Hand. Dann geht es los. Weiter gen Süden.

Durch das Gespräch mit Jana in Odlezly habe ich mich dazu entschieden, um Pilsen selber einen Bogen zu machen. Generell hat die Stadt schon ihren Reiz, jedoch auch sehr viel von einer Arbeiterstadt mit vielen Plattenbauten und Beton. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mich weiter über Dörfer und Kleinstädte durch das Land zu hangeln. Aus diesem Grund habe ich den Weg nach Liblín eingeschlagen. Im Osten von Pilsen muss ich einige Höhenmeter weniger bezwingen, als wenn ich westlich laufe. So geht es am Morgen hinaus aus dem Berounketal. Wenige hundert Meter sind erst absolviert und der Schweiß rennt bereits wieder in Strömen von der Stirn.

Bild 1: Ein Blick in die Ferne – Bild 2: Die verrückte Bushaltestelle bei Němčovice – Bild 3: Blümchen

Bis Břasy geschieht dann faktisch gar nichts. Es geht schnurgerade Richtung Süden. Eine verrückte Bushaltestelle entdecke ich auf meinen Weg, die wie ein Baumstamm gebaut ist. Die Kühle im Inneren lädt zu einer längeren Pause ein. Jedoch muss ich aufpassen, dass ich nicht zu viel Zeit vertrödel. Im angesprochenen Ort, Břasy, bin ich dann völlig erledigt. Ich entdecke, wie schon die Tage zuvor, einen kleinen Lebensmittelladen. Etwas Kaltes möchte gekauft werden. Im Hinterhof setze ich mich in den Schatten. Problem hier, es ist der Anlieferungspunkt und just in diesem Moment kommt die Ware. Ich muss den Platz räumen und ziehe mit Lotte weiter.

Zum Glück darf ich jetzt etwas abseits der Hauptstraße laufen. Wirtschaftswege führen westlich an Bezděkov u Radnic vorbei. Hier ist es eine gigantische Eiche, die meine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der riesige Schattenplatz und unter der mächtigen Baumkrone befindet sich eine Bank mit Tisch. Über drei Stunden verbringe ich hier. Der Hund nutzt diese lange Pause für ein ausgiebiges Nickerchen. Und auch ich muss aufpassen, dass mir die Augen nicht zufallen. Immer wieder studiere ich die Karten auf meinem Mobiltelefon. Wie weit möchte ich mich heute noch quälen? Bis Rokycany? Es wäre mein Wunschgedanke. Jedoch stehe ich dann mitten in einer Stadt. Wo dann schlafen? Nein. Entweder muss ich daran vorbei oder aber davor etwas finden. Wenn ich es an Rokycany vorbei schaffe, habe ich über dreißig Kilometer in den Beinen. Bei der Wärme eher unwahrscheinlich.

Ich entscheide mich für Osek. Ein kleiner Vorort mit drei größeren Wasserstellen. An einem werde ich bestimmt mein Zelt aufschlagen können. So verlasse ich am späten Nachmittag meinen Schattenplatz und wage mich wieder in die Sonne. Was für eine Luft. Durch die aufsteigende Hitze des Asphalts wirkt alles gleich nochmal so unangenehm. Heiß von oben und von unten her reflektiert. Wind? Weht nicht. Es ist wirklich ein Weiterquälen. Ich bewundere ja Lotte, die durch das hohe Gras hüpft und scheinbar gut damit zurechtkommt.

Bild 1 bis 3: Ein Blick in die Runde bei Březina u Rokycan

Im Laufe des Tages hat sich mancherorts die Straßendecke selbstständig gemacht. In sämigen Tropfen läuft der Teer in den Kiesstreifen an der Seite. Teilweise sind große Placken aus der Fahrbahn gerissen und liegen breitgefahren, im näheren Umkreis, oben drauf. Lauf bloß weiter im Grünstreifen, Lotte.
Dann ist es endlich geschafft. Osek! Ich habe mich durch eine Gluthölle bis kurz vor Rokycany gearbeitet. Nun noch einen Schlafplatz finden. Am letzten See habe ich dann Glück. Kurz mit einer Anwohnerin gesprochen, was einigermaßen funktioniert und das Zelt aufgebaut. Das steht jetzt am späten Nachmittag schön im Schatten. Es dauert auch nicht lange und ich bin im Land der Träume.

Start/Ziel: Liblín – Osek
Laufstrecke: 20,81 km
Höhenmeter: 285 m
Zeit: 4:08 h
D.-geschw.: 5,03 km/h
Schritte: 25.153

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