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Ein ganz anderes Laufgefühl

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Ein Hinweis der Werbung:
Dieser Bericht wird vom Dachdeckermeister Uwe Blech aus Mittelnkirchen präsentiert. Das Einmannunternehmen, das für Dachreparaturen und -sanierungen bestellt werden kann. Wenn Sie also ein Loch im Dach haben, schreiben Sie eine E-Mail an uweblech67@gmail.com und wenden sich an den Dachdeckermeister Uwe Blech.

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22.06.2021

Was für eine herrliche Luft an diesem Morgen. Der Himmel wolkenverhangen. Leichter Wind. Es ist nach diesen heißen Horrortagen eine wahre Wohltat. Es ist kurz nach sieben, als ich mich in Bewegung setze. Im Kopf hat sich ein weiteres Mal der Gedanke festgesetzt, dass ich meinen Bauernhof in zwei Etappen erreichen kann. Mit den Außentemperaturen ist das nun wirklich keine große Sache mehr. Einzig von Überraschungen der Wege wegen und möglichen »Extremsteigungen« kann ich noch ausgebremst werden.

Bild 1 & 2: Laufen unter herrlich wolkenverhangenen Himmel – Bild 3 & 4: Die entdeckte Schlange, die bei späterer Recherche als Schlingnatter identifiziert wird

Lotte hopst und läuft neugierig, wie eh und je durch die Straße. Es ist schon krass, wie gut sie das weggesteckt hat. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass mehr Pausentage vielleicht besser gewesen wären. Dafür war ich aber womöglich etwas zu sehr mit den Gedanken beim Rahmenplan. Es ist dieser Moment von »Hinterher ist man immer klüger«. Es ist ja auch nicht so, dass dies die ersten Etappen durch Gluthitze waren. Man lernt mit jedem Schritt, mit jedem Meter und Kilometer, mit jeder Begegnung auf der Straße dazu. Wer weiß, wir ich anderorts reagiert hätte. Nun ist es aber so gekommen, wie es passiert ist. Es ist gut gegangen. Glück gehabt.

Nun heißt es aber, so dicht wie möglich an Bergreichenstein heranzukommen. Einfach, damit die finale Etappe zum Bauernhof kürzer als die heutige ausfällt. Bei einem Blick auf das Navi peile ich die Stadt Sušice als Richtwertziel an. Mal schauen, wie es sich umsetzen lässt. Zumindest bis zum ersten kleinen Lebensmittelladen funktioniert das ganz gut. Bereits davor werde ich aber schon von einer daumendicken Schnur auf der Straße ausgebremst. Ist das …? Das ist …! Eine Schlange! Wie cool! Ich habe die Tage zuvor zwar immer mal eine gesehen. Jedoch waren die alle totgefahren. Dieses Exemplar ist lebendig. Ich habe nur keine Ahnung, um welche Gattung es sich handelt. Eine Natter oder Otter? Ich halte Lotte zurück. Nicht, dass etwas Blödes passiert. Eilig die Kamera gezückt und Bilder gemacht. Leider fühlt sich das Tier von mir gestört und schlängelt von der Fahrbahn zurück ins Unterholz. Vielleicht ist es sogar besser. So kann man nicht totgefahren werden.

Mein Weg führt an diesem Tag über Zborovy nach Nalžovské Hory und weiter nach Hrádek u Sušice. Der Himmel reißt zwischendrin auf und die Sonne kommt heraus. Der Wind säuselt um meine Nase und bei Temperaturen um und bei zwanzig Grad geht es zielstrebig nach Sušice. Dort tauche ich in das Tal der Otava ein. Nach einem kurzen Besuch im Supermarkt geht es dann weiter Richtung Innenstadt. Die grenzt direkt am Flussufer an. Die Uferpromenade ist wirklich einladend. Breite gepflasterte Wege mit einzelnen Bäumchen. Hier eine schmale Fußgängerbrücke über den Fluss. Dort ein Café. Eine Treppe in der Mauer, die den Fluss begradigt, gewährt Lotte die Möglichkeit für eine Erfrischung.

Zum Ortsausgang bekomme ich den Tipp, dass es hier einen Campingplatz gibt. Davor ist eine Art Abenteuerspielplatz. Eine Bühne kann ich entdecken. Das ist wirklich cool angelegt. Schmale Schotterwege verbinden die einzelnen Attraktionen. Eine große Menge Menschen läuft dort mit ihrem Nachwuchs umher. So viele, dass ich mein Glück für ein Nachtlager lieber woanders suche.

Bild 1 bis 3: Mein Nachtlager mit Blick in die Ferne

An der Hauptstraße geht es durch das Otavatal. Vorbei an Schrebergartensiedlungen. Zumindest glaube ich, dass es welche sind. Die einzelnen Parzellen wirken etwas groß. Möglicherweise fällt das aber unter »Andere Länder andere Sitten«.
In dem kleinen Ort Divišov möchte ich dann zum Ausklang des Tages in ein Wirtshaus einkehren. Leider ist dort geschlossen. Wo denn jetzt schlafen? Gibt es hier einen See? Ich schaue auf mein Navi. Ja! Ich muss nur dieser einen Stichstraße folgen. Jetzt muss ich nur noch den Bach überwinden, der mir den Platz zu einer abgemähten Wiese verwehrt. Über die Brücke am Anfang des Geländes komme ich mit meinem Wagen nicht drüber. Ich laufe bis zum Ende und entdecke eine Art Wirtschaftsbrücke, worüber man mit einem Traktor fahren könnte. Meine Chance. Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages baue ich mein Zelt auf. Ich muss nur noch knappe fünfzehn Kilometer laufen, dann habe ich den Bauernhof erreicht.

Start/Ziel: Bližanovy – Divišov
Laufstrecke: 31,66 km
Höhenmeter: 305 m
Zeit: 6:13 h
D.-geschw.: 5,09 km/h
Schritte: 38.241

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