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Pause in Bodenmais

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Ein Hinweis der Werbung:
Dieser Bericht wird von der Hotel-Pension Anke aus Bodenmais präsentiert.
Blicken Sie vom Südhang des Großen Arbers hinunter ins Tal und über den Ortskern. Erfreuen Sie sich an der direkten Nähe zum Wald und nur wenigen Metern zu den Risslochwasserfällen. Schwingen Sie sich auf das eMountainbike und erkunden sie die Natur auf eine andere Weise. Oder schnüren Sie die Wanderstiefel. Die Gipfel vom Silberberg und Großen Arber warten auf Sie.
Haben Sie einen Hund? Gar kein Problem! Hunde sind gern gesehene Gäste und können sich im eingezäunten Garten austoben. Das familiär geführte Haus bietet Nichtraucher-Ferienwohnungen für zwei bis sechs Personen.
Die Familie Wörner freut sich über Ihre Buchung!

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08.07. & 09.07.2021

Das Zwitschern von Vögeln vor dem Fenster lässt mich langsam wach werden. Ist das mummelig warm unter der Decke. Ich mag gar nicht aufstehen. Ich blicke auf Lotte, die auf ihrem Bettchen liegt und in den Tag hinein blinzelt. Auf die Frage ob wie raus gehen wollen, hebt sie mit Schwung den Kopf. Eben das Nötigste machen? Dann los. Wie spät ist es eigentlich? Egal. Schnell mit Lotte raus und dann schnell wieder rein. Welches Problem habe ich dann? Richtig. Ich bin wach. Also wach wach. Ja, dann kümmere ich mich eben um einige Kleinigkeiten. Ich soll einen Schnelltest vorweisen. Ja, dann hole ich den Hotelbetreiber und mache meinen Nachweis. Anschließend lege ich im Innenhof mein Zelt zum Trocknen aus. Und dann? Dann haue ich mich doch wieder ins Bett. Die Motivation ist heute so gar nicht gegeben.

Später schaffe ich es noch einige Kleidungsstücke im Waschbecken zu waschen und hänge sie zum Trockenen auf den Balkon. Das war es dann im Großen und Ganzen mit dem ersten Tag. Wobei … nein. Ich laufe doch noch einmal in den Ortskern. Ich benötige einige Dinge vom Supermarkt. Auf dem Rückweg komme ich dann mit einem der Nachbarn vom Hotel ins Gespräch. Dieser Herr hat einen ähnlichen Traum. Er möchte einmal zu Fuß über die Alpen bis nach Rom laufen. Bisher hat er sich jedoch nicht getraut. Ob ich ihn jetzt zu diesem Vorhaben mit meiner Tour und meinen Erzählungen motiviert habe? Vielleicht? Zumindest wirkt er äußerst interessiert.

Am zweiten Tag möchte ich dann zumindest mal etwas unternehmen. Ich bin in der Region, in die ich mit meinen Eltern so oft in den Urlaub gefahren bin. Ich weiß nicht, wie oft ich den Großen Arber bestiegen habe. So einige Male aber auf jeden Fall. Laufe ich heute bis zum Gipfel hoch? Im Leben nicht! Dennoch möchte ich etwas unternehmen. Das regionale Urlaubsticket, das ich zu meinem Zimmer dazu genommen habe gewährt mir bei so mancher touristischen Attraktion freien Eintritt. Das möchte ich nicht vergeuden. Nur was möchte ich mir anschauen? Das Schwimmbad? Mit Lotte nicht möglich. Irgendetwas, wo ich sie mitnehmen kann. Meine Wahl fällt auf das Bergwerk am Silberberg.

Bild 1: Waschküche über Bodenmais – Bild 2: Woid Woifes Welt, der Naturentdeckerpfad Bodenmais – Posieren für ein Foto

Ich habe sogar das Glück, dass ich hochgebracht werde. Mein Hotelbetreiber muss ohnehin in den Ort hinunter. Da nimmt er Lotte und mich schnell mit und wirft mich am Fuße der Sommerrodelbahn wieder raus. Ich muss jetzt mit Lotte nur zur Mittelstation laufen. Dort ist das Bergwerk. Ja, dann los.
Habe ich schon erwähnt, dass das Wetter am heutigen Tag mal so gar nichts ist? Es ist kalt, windig und regnerisch. Als ich an der Mittelstation ankomme und einen Blick in das Tal auf Bodenmais werfe, kann ich fast gar nichts erkennen. Ein wahres Waschküchenwetter.

Das Ticket für das Bergwerk geholt. Dabei erfahre ich, dass Lotte nicht mit hinein darf. Die klare, kalte Luft darin wird, wenn keine Führungen stattfinden, für Atemkuren für Allergiker genutzt. Was es nicht alles gibt. Das heißt aber, dass ich Lotte gut eine Stunde alleine draußen lassen muss. Bei dieser ungemütlichen Witterung. Zumindest stimmt der Herr im Kassenhäuschen zu, dass ich sie direkt neben der Eingangstür und direkt neben das Kassenhäuschen binden darf. Dort ist ein Vordach und Lotte hat mit Touristen, die Tickets kaufen Abwechslung und bestimmt auch mal eine Streicheleinheit der kleinen Besucher.

Bereits im ersten Raum kommt es mir bekannt vor. Ich war hier schon mal. Das ist aber über zwanzig Jahre her. Dennoch kommt mir die Anordnung der Maschinen und Schrifttafeln bekannt vor. Egal. Uninteressant ist es gewiss nicht. Ich kann mich nämlich nicht an das erinnern, was vor über zwanzig Jahren erzählt wurde. So ist das dann doch wieder etwas Neues. Ein Herr in schwarzer Bergmannstracht und glänzenden Messingknöpfen stapft vorne weg und hält immer wieder an. Er leuchtet hier in einen Schacht und startet zu Vorführzwecken eine der alten Maschinen. Konnte ich als Kind noch aufrecht durch die schmalen Gänge laufen, ist das jetzt völlig vorbei. Bin ich der Größte aus der Gruppe? Vielleicht. Ich muss mich jedenfalls ganz schön bücken und mit der Hand meinen Helm festhalten. Vor mir poltert es. Ein anderer Bergwerkbesucher hat sich den Kopf gestoßen und den Helm verloren. Ich laufe dadurch noch gebückter.

Als ich dann zum Ende der Führung wieder an Tageslicht komme, werde ich von Lotte freudig begrüßt. Es hat angefangen zu regnen. Jetzt wieder nach Bodenmais laufen? Nein. Ich setze mich noch einmal in das Wirtshaus, was mehr so ein Selbstbedienungsladen zur Massenabfertigung ist. Die kleinen Regentropfen peitschen gegen die Fensterscheiben. Habe ich eine Regenjacke dabei? Natürlich nicht.

Irgendwann wage ich es dann doch. Ich habe einen Hinweis erhalten, wie ich wieder nach Bodenmais komme, ohne jetzt an der Hauptstraße laufen zu müssen. Ein schöner Weg mit ganz feinem Schotter. Zwischendrin entdecke ich eine Anlage zum Wassertreten. Hier ein Foto und dort. Dann geht es weiter. Zum späteren Nachmittag sitze ich wieder in meinem Hotelzimmer und sammle Kraft für die morgige Etappe.

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