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Ich kürze ab

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Dieser Bericht wird von der VGH Vertretung Patrick Zeitz aus Steinkirchen präsentiert.
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15.07.2021

Das Schöne daran, wenn man nicht im Zelt geschlafen hat? Man ist viel schneller mit dem Zusammenpacken. Man ist somit schneller auf der Straße und kann eine größere Strecke zurücklegen. Sofern man die Zeit nicht anderorts vertrödelt.
Am Vortag habe ich bereits die Entfernung nach Kelheim grob in Augenschein genommen. Wenn ich an der Donau bleibe, dann brauche ich noch etwa vier Tage. Ich könnte südlich von Regensburg gerade durchlaufen. Dann könnte ich eine Etappe einsparen. Ich würde die Stadt dann jedoch verpassen. Da ich nicht so der Fan von Städten bin, ist eine Entscheidung schnell getroffen.

So schlage ich den Weg nach Rain ein. Auf dem Weg dorthin kommt mir ein größeres Fahrzeug mit Pritsche entgegen. Es ist der Senior vom Vorabend. Man plaudert eine Weile und er entschuldigt sich bei mir, dass er mir keinen Schlafplatz geben konnte, obwohl er schon gerne geholfen hätte. Wenn aber jemand anderes das letzte Wort hat, und dieser jemand dazu nicht da ist, kann man nichts machen. Ich beschwichtige und meine, dass das alles kein Problem gewesen ist. Es gehört dazu. Wenn jeder von gleich auf an »Ja« sagen würde, dann wäre es auch irgendwie langweilig. So wünscht er mir viel Glück bei meiner weiteren Reise und fährt davon.

Bild 1: Ein Kirchturm zwischen den Bäumen – Bild 2: Das Werk von Bibern? – Bild 3: So weit das Auge reicht

Für mich geht es hinter Rain dann weiter nach Dürnhart und dort auf einen Wirtschaftsweg, den ich eine ganze Zeit bewandern werde. Zwischendrin ergibt sich nochmal eine kleinere Plauderei mit einer älteren Dame. Ansonsten ist es einen Fuß vor den anderen. Erst bei Heimbuch betrete ich wieder eine Hauptstraße. Diese führt mich über Dengling nach Riekofen und weiter nach Taimering. Hier gefällt mir die vorgeschlagene Route nicht. Ich stehe vor einem unbefestigten Feldweg. Ich schaue, ob es eine Alternative gibt. Eine, die nicht ganz so sehr als Umweg endet. So weit das Auge reicht, sehe ich Felder. In einiger Entfernung stauben Landmaschinen auf den Äckern. Es ist hier fast nichts los. Mal ein Auto. Ansonsten bin ich alleine.

Bei Moosham bin ich dann wieder auf der Hauptstraße. Nur um sie dann wenig später wieder zu verlassen. Erneut laufe ich über einen Wirtschaftsweg. Hier sind mehr Menschen unterwegs. Ich komme mit einem älteren Herrn ins Gespräch und möchte wissen, welche Weg am günstigsten ist, um nach Altegolfsheim zu gelangen. Mein Routenvorschlag biegt hier nämlich gerade nach rechts ab und da ist nur festgefahrene Erde. Ich soll weiter geradeaus laufen und die Bahngleise überqueren. Von einem weiteren Übergang, wo ich ihn beschreibe, weiß er nichts. Dann folge ich doch mal dem Rat des älteren Herrn. Nicht, dass ich plötzlich mitten auf dem Acker stehe und nicht über die Gleise komme.

Ganz an der Bundesstraße laufe ich bei Altegolfsheim dann nicht. Ich werde von Fahrradwegschildern davon weggeleitet und laufe parallel. Schließlich komme ich auch an dem Ort vorbei, wo mich mein Navi langschicken wollte und entdecke eine Unterführung. Naja, die fünfhundert Meter mehr machen den Bock heute auch nicht mehr fett. Wenn alles so weiterläuft, knacke ich nach langer Zeit mal wieder die dreißig Kilometer Marke.

Als ich gerade auf die Hauptstraße Richtung Bad Abbach abbiegen möchte, höre ich jemanden rufen. Ein Herr, der gerade an seiner Gartenpforte steht, ist auf mich aufmerksam geworden. Bereitwillig beantworte ich die ersten Fragen. Dann fragt er, ob ich etwas gebrauchen kann. Ein Schlafplatz wäre spitze. Er verschwindet im Haus und kommt mit seiner Frau zurück. Ich werde kurz mit den Augen gemustert und dann steht meinem Nachtlager nichts im Wege. Denke ich anfänglich, dass ich mein Zelt im Garten aufschlagen darf, werde ich schnell eines besseren belehrt. Ich bekomme ein Bett. Besser kann es nicht gehen. Das Einzige, was ein Problem werden könnte, ist die kranke Katze im Haus. Nicht dass Lotte sie aufmischt. Sofern sie wegläuft, kann das durchaus sein. Wenn sie stehenbleibt, dann eher nicht. Lotte hat in ihrem Leben nicht zum ersten Mal von einer Katze eine geknallt bekommen. Daher ist immer Vorsicht geboten, wenn das mögliche Ziel nicht läuft, sondern stehenbleibt.

So auch hier. Wobei hier niemand läuft oder stehenbleibt. Die Katze bewegt sich überhaupt nicht. Sie liegt in ihrem Körbchen und schaut bloß. Lotte ist an der Stelle so neugierig, dass die Nase schnuppert, der Hintern aber auf Flucht eingestellt ist. Ganz sachte, ganz vorsichtig. Es gipfelt darin, dass sie anfängt, die Katze zu waschen.
Nachdem ich einmal unter Dusche unterdurchgelaufen bin, sitze ich mit Wolfgang und Anette im Garten und plaudere aus dem Nähkästchen. Es ist ein wirklich schöner Abend.

Start/Ziel: Niedermotzing – Köfering
Laufstrecke: 29,84 km
Höhenmeter: 89 m
Zeit: 5:19 h
D.-geschw.: 5,61 km/h
Schritte: 34.404

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