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Jasmin? Hallo?!

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Ein Hinweis der Werbung:
Dieser Bericht wird von der Heitmann & Junge GmbH präsentiert. Mein Ansprechpartner als Bau-, Garten- und Getränkemarkt. Dazu einen Zeltverleih und neben einer Tischlerei gibt es in ihrem Hause auch eine Abteilung für Obstsortiermaschinen.
Die Heitmann und Junge GmbH, eine Klasse für sich … alles aus einer Hand.

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21.07.2021

Nachdem ich, wie an jedem Morgen, alles zusammengepackt und wieder auf meinem Wagen verstaut habe, darf ich mich noch über einen Kakao freuen. Mit den besten Wünschen im Gepäck geht es dann kurz weiter Richtung Beilngries. Dem nächsten Etappenziel, das ich für diesen Tag grob ins Auge gefasst habe. Dafür muss ich die viel befahrene Hauptstraße kreuzen und wieder auf die Kanalwege zurück.

Ich bin kaum einen Kilometer gelaufen, da knurrt der Magen so sehr, dass ich eine Frühstückspause einlegen möchte. Ich entdecke Bänke mit Tisch und Mülleimer. Dort haben sich bereits Radreisende niedergelassen. Ich frage, ob ich mich anschließen darf. Das sei kein Problem. So sitzt und isst etwas gemeinsam und berichtet von den gegenseitigen Plänen. Man möchte noch bis Kelheim fahren. Ich gebe den Tipp, dass ein Besuch im Kloster Pflicht sei. Ich wisse aber nicht, wie es um das Hochwasser stünde. Das Kloster hätte man in jedem Fall auf dem Zettel. Dazu wolle man sich noch einige andere Sehenswürdigkeiten anschauen. Nach über einer Stunde trennen wir uns wieder und gehen beziehungsweise fahren getrennte Wege.

Für mich geht es weiter Richtung Beilngries. Während ich so am Ufer des Kanals laufe, schreibe ich Jasmin, die mir damals während meiner Planungsphase einen Schlafplatz in Aussicht gestellt hat, sofern ich wirklich dort vorbei komme.
Ansonsten passiert im ersten Moment relativ wenig. Die Sonne scheint, die Vöglein singen. Libellen schwirren herum und besuchen die Schilfhalme in Ufernähe. Rückenschwimmer flitzen an der Wasseroberfläche umher. Gelegentlich paddeln ein paar Stockenten durch die Gegend. Fahrradfahrer sind, wie am Vortag, wieder zuhauf unterwegs. Und in dem ganzen Wirrwarr aus Naturschauspiel und Radreisenden stapfen Lotte und ich umher.

Kurz vor Dietfurt fällt mir dann etwas zu meiner Linken auf. Was ist das? Ich trete näher heran. Oh, eine Floßfähre, die man selber bedienen muss. Das ist ja cool. Ich steige auf und greife das Seil. Das ist witzig! Ich ziehe mich bis zur Mitte des Gewässers. Davon möchte ich ein Foto. Lotte soll auch mit rauf. Ich drehe um und ziehe mich ans Ufer zurück. Die nächste Fahrradgruppe ist fällig. Wie ein kleines Kind wedel ich mit meiner Kamera. Dass eine popelige Floßfähre solch eine Reaktion in mir auslöst. Schon bescheuert. Wie dem auch sei: Ich drücke einem älteren Herrn die Kamera in die Hand und zeige kurz auf den Auslöser. Und dann … gib alles! Die Haare … ach, ich habe keine. Heldenhaft werfe ich mich auf der Fähre in Pose. Lotte steht neben mir und scheint die Sache nicht geheuer. Also, das Floß. Meine Reaktion vielleicht auch. Anschließend berichte ich der Gruppe noch etwas von meier Reise und man geht kurz darauf wieder getrennte Wege.

Bild 1: Zunge raus für’s Foto – Bild 2: Auf der Floßfähre – Bild 3: An der Kanalschleuse Dietfurt

Zum späten Nachmittag hat sich Jasmin noch immer nicht gemeldet. Ich könnte ja auch ihre Schwester anrufen und mir ihre Telefonnummer geben lassen. Auf den Gedanken komme ich jedoch nicht. Ich freunde mich langsam damit an, dass ich mir eine Alternative suchen darf.
Doch zuerst möchte mein Hunger gestillt werden. Ich suche einen Supermarkt in Beilngries auf und decke mich mit Dingen ein, die man ohne Kühlung schnell vertilgen sollte. Genau das habe ich nämlich auch vor. Schnell hinein in den Bauch und fröhlich sein. Mit prallen Taschen am Wagen wechsele ich die Straßenseite und lasse mich in einer Art Parkanlage auf einer Bank nieder. Brötchen, Wurst, kalte Getränke. Das wird sowas von gut.

Während ich da so sitze, komme ich mit einem jüngeren Pärchen ins Gespräch. Man mache hier Urlaub und ist, dem Wagen wegen, neugierig geworden. So plaudern wir etwas über dieses und jenes. Über meine Reise, über das Weltgeschehen, über deren Urlaub. Es vergehen interessante Minuten.
Nachdem ich für einen kurzen Moment alleine gewesen bin, kommt ein Herr mit Hund. Man fängt das Plaudern an. Ob es mir an etwas fehlt? Ein Schlafplatz wäre spitze. Ich soll mich nicht vom Fleck bewegen. Er würde schnell bei seiner Schwester in nicht allzu weiter Ferne anfragen.

Ich mich wegbewegen? Ich habe hier noch zwei Brötchen liegen. Noch dazu habe ich einen potenziellen Schlafplatz. Ich rühre mich nicht ein kleines Bisschen.
Bei den Brötchen bleibt es dann auch. Es hat ein Veto gegeben. So bin ich weiter auf Schlafplatzsuche.
Ich laufe und laufe. Raus aus Beilngries und entlang der Bundesstraße. Hier ist es aber blöd. Wie soll ich denn hier etwas finden? Ich muss an den Kanal zurück. Ich schaue auf die Karte. Weiter vorne müsste ich links. Da wäre die nächstbeste Gelegenheit.

So lande ich in Gösselthal. Auf der Grünfläche vor den Gebäuden der Erlebniswelt Wasserstraße ist mir dann alles egal. Wenn nicht hier, wo dann? Ich baue mein Zelt auf. Menschen mit Hund kommen und gehen. Einspruch gibt es keinen. So ist es mir am Liebsten.
Wenig später kommen noch junge Menschen mit ihren Mofas und setzen sich unweit von mir an das Kanalufer. Wenig später bin ich Teil der Gruppe und man lässt bei kalten Getränken den Abend gemütlich ausklingen.

Start/Ziel: Gundlfing – Gösselthal
Laufstrecke: 23,74 km
Höhenmeter: 68 m
Zeit: 4:10 h
D.-geschw.: 5,70 km/h
Schritte: 27.504

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