Grillen, Champions-League Finale und dann eine Nachttour? – Jauuuu!

26.05.2018

Das Wetter ist gigantisch. Wie lange mag es her sein, dass die Sonne derart lange am Himmel zu sehen war? Wenn man an das vergangene Jahr zurückdenkt, war es zumeist nass. Der Winter sowieso. Es sind jetzt bald drei Wochen, in denen so gut, wie kein Regen gefallen ist. Dazu herrscht eine knalle Wärme.

Da bietet es sich doch an, mit dem Fahrrad zu seinem Kumpel nach Stade zu fahren. Einen schönen Samstagabend verbringen. Erst macht man sich am Grill den Bauch dick und anschließend wird das wichtigste Fußballspiel auf Vereinsebene geschaut. Das Champions-League Finale. Real Madrid gegen den Liverpool FC

Was es zu sehen dabei gibt, erlebt man wohl auch nicht oft. Der Liverpooler Schlussmann hat ausgerechnet heute den wohl schlimmsten Tag seines Lebens erwischt. Und das im wichtigsten und prestigeträchtigsten Spiel, wie vorher bereits gesagt, auf Vereinsebene. Er verschuldet auf unglaublicher Art und Weise zwei Gegentore und hat somit maßgeblichen Anteil an der Niederlage seiner Mannschaft.

Das Spiel als solches war eine klasse Begegnung. Ein gigantomanisches Tor von Gareth Bale. Dazu zwei unfassbare Torwartböcke. Tränen reiche, weil auf Verletzungen basierende Auswechslungen. Trauer und Niedergeschlagenheit letztendlich beim Verlierer. Ausgelassener Jubel beim Sieger. Es war alles dabei.

Es ist schon nach Mitternacht, als ich mich vom Torbo verabschiede. Und was soll ich sagen? Die nächtliche Luft ist herrlich. Kein Wind. Ein fast voller Mond, der die Nacht fast schon hell erleuchtet.. Wie willst du jetzt fahren, frage ich mich in Gedanken. Durch die Stadt? Nä! Beim goldenen »M« vorbei? Auch nicht. Ach, fahr einfach mal drauf los. Tausend Wege führen nach Rom, heißt es doch. Egal wie. Irgendwann wirst du schon zu Hause ankommen.

Die Umgebung erscheint mir wie in einem Schattentheater. Oder besser, wie eine der selbstgebastelten Laternen. Die schwarzen Silhouetten der Bäume, gepaart mit dem kobaltblauen Himmel, der dem Transparentpapier gleichkommt. Der Mond gibt die Kerze dahinter. Es ist Wahnsinn! An den Wasserstellen, die ich passiere geben die Frösche alles und beschallen die Umgebung mit ihren Konzerten. Hätte ich nur nicht die Stofftasche am Lenker baumeln. Die nervt doch etwas. Das Gelumpe muss halt mit nach Hause. Doch trübt es etwas die Stimmung.

In Agathenburg rausche ich von der Geest in die Marsch hinab. Geradeaus, nach Hause oder rechts Richtung Dollern? Ach, fahr rechts. Morgen kannst du ausschlafen. Kaum bin ich abgebogen, erscheint ein Licht voraus. Es tanzt wie ein Glühwürmchen. Dieser Radfahrer ist nicht mehr alleine unterwegs. Das Lallen in seiner Stimme gibt mir Recht. Ich hätte nicht gedacht, dass man zu dieser Zeit noch Leute antrifft.

In Dollern stehe ich vor der gleichen Frage. Nach Hause oder weiter? Ach, ein Dorf kannst du noch weiter fahren. Also geht es gen Horneburg. Dort ist dann die Motivation ziemlich erloschen. Hätte ich den Stoffbeutel nicht dabei, ich wäre bestimmt noch weiter gefahren. So schlage ich jetzt aber doch den Weg Richtung Heimat ein. Insgesamt bin ich zwei Stunden unterwegs gewesen und habe letztendlich gute fünfunddreißig Kilometer zusammen gestrampelt.

So eine Nachttour ist aber definitiv etwas, das man irgendwann nochmal ins Auge fassen sollte. Ohne Stoffbeutel. Eine längere Strecke und vielleicht nicht alleine. Vielleicht findet sich ja jemand, der sich in näherer Zukunft Ähnliches vorstellen kann …

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