Öfter mal was Neues!

Hin und wieder kommt es vor. Es kommt vor, dass man in den sozialen Netzwerken einen Sinnesspruch entdeckt, der auf einen selber ziemlich zutrifft. Auf die Persönlichkeit. Auf die Tätigkeit. Oder in beiderlei Hinsicht. Mal teilt man ihn mit seinen Leuten in der Freundesliste. Mal lässt man es. Welchen Spruch ich nun meine, der mich bewegt, diesen heutigen Blog so zu beginnen? Nagelt mich nicht auf jeden einzelnen Buchstaben fest. Ich habe ihn nicht gespeichert, geteilt, oder ähnliches. Er taucht nur manchmal bei jemand anderes auf und ich sehe mich in den Worten dann irgendwie selbst. Aber ich doppel-moppel mit meinen Geschreibsel.

»Einmal im Jahr soll man einen Ort besuchen, den man noch nie besucht hat.«

Ich möchte ihn um einen Aspekt erweitern. Man sollte auch einmal im Jahr etwas machen, was man noch nie zuvor getan hat. Wenn ich das so auf mich projiziere, dann habe ich beides schon mehrfach geschafft dieses Jahr. Wobei hier der Schwerpunkt auf den Wegen zu den jeweiligen Orten liegt. Die Orte selbst habe ich fast alle schon einmal besucht. Nur nicht auf diese Weise. Betrachte ich die Radreise nach Wangerooge. Nach Loy. Blicke ich auf den Wandertrip, wenn man ihn so nennen möchte, durch den Donaudurchbruch. Durch das Pegnitztal.

Und nun? Was gibt es nun schon wieder Neues, was in diesem Jahr noch nie zuvor in meinem Leben geschehen ist? Fahrrad bin ich zu genüge gefahren. Auto sowieso. Aber zu Fuß? Das habe ich noch nie getan! Ja, in Bayern gewandert. Vom Hotel aus jeden Tag auf einen anderen Berg. Ich rede von einer längeren Tour mit Zelt und unterwegs schlafen. Ich habe es letztes Jahr im August im ersten Beitrag meiner damaligen Autoreise beschrieben. Eine mehrtägige Wandertour fehle noch in meiner Vita. Das ändert sich jetzt!

Blog 1

Aber wie anstellen? Wie das Gepäck transportieren? Mit dem Rucksack? Wie möchte ich die Versorgung meiner Technik gewährleisten? Immerhin möchte ich von unterwegs schreiben können. Der Hund soll dieses Mal wieder mit dabei sein. Wie möchte ich das bewerkstelligen? Wo möchte ich hin? Das gilt es auch zu klären. Es sollte nach Möglichkeit ja irgendwie einen Höhepunkt haben. Das »absolute« Ziel. Worauf sich vielleicht auch der Leser freuen kann.

Aber ja! Wacken! … Ähm … Ich bitte um Verzeihung. Ich meine natürlich:
WACKÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖN!

Das größte Heavy Metal Festival der Welt. Die Karte ist schon seit letztem Jahr mein. Das wäre ein angebrachtes Ziel. Aber direkt von zu Hause laufen? Ich wäre ich knapp vier Tagen da. Drei, wenn ich Gas gebe. Wie ätzend. Nein. Es soll einen Zwischenanreiz haben. Bis eine Woche vor dem Startschuss überschlagen sich meine Gedanken immer mal wieder. Anfänglich dachte ich, lauf einfach wieder die Elbe stromaufwärts. Aber dann? … Näh! Schon mehrfach dieses Jahr gesehen. Außerdem. Will ich schon wieder durch Hamburg durch? Näh! Richtung Bremen? Näh! Denk an Loy und Wangerooge. Aber in der Lüneburger Heide bin ich noch nicht wirklich gewesen. Einen kurzen Abstecher auf dem Heimweg von Loy. Okay. Aber längerfristig?

Blog 2

Houston? Wir haben einen Kurs!

Für das Gepäck entscheide ich mich für einen Handwagen. Anfänglich war ich am Grübeln, ob ich nochmal Geld in die Hand nehme. Entscheide mich dann aber für den Fahrradanhänger, den meine Eltern mir damals zum Sechszehnten geschenkt haben. Einige kleinere Veränderungen, die man schnell zurückbauen kann. Tadaaaa! Fertig. Für die Stromversorgung bediene ich mich bei dem Wissen, was ich von Volkmar, meinem Kumpel aus der Bushaltestelle aufgeschnappt habe. Ich besorge mir eine Autobatterie. Einen Spannungswandler. Ein Ladegerät. Etwas zusätzliches Wasser eingepackt.Das übrige Gepäch unterscheidet sich nicht viel von den Fahrradreisen. Fertig ist das Gespann.

Ich bin gespannt! Werde ich noch langsamer unterwegs sein. Noch mehr auf Kleinigkeiten achten können. Petenziell noch eher mit Leuten ins Gespräch kommen. Wann sieht man schon mal einen Typen mit Handwagen durch die Gegend schieben? Am 20. Juli soll es losgehen. Ich habe gute elf Tage Zeit um die »Vortour« in Drochtersen zu beenden. Dort wird Lotte von unserem Angestellten zurück nach Hause mitgenommen. Ich laufe die letzten zwei Etappen dann alleine. Hunde sind auf dem Festivalgelände ohnehin nicht gestattet. Die Planung steht! Ich kann es kaum noch erwarten!

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