Zum Warten verdammt …

31.03.2017

Heute habe ich erneut den Wecker schlagen können. Wuhuuu! Um fünfzehn Minuten bin ich ihm voraus. Lahme Krücke. Also raus aus den Federn und die Sachen gepackt. Als ich um zehn Uhr meinen Weg fortsetzen möchte, muss mit entsetzen entdecken, dass erneut eine Speiche gebrochen ist. Wieder unten an der Gewindeniete, dass das Rad komplett zerlegt werden muss. Nur wo jetzt einen Fahrradhändler herbekommen? Ich bin hier in Kuhlhausen. Also in meiner Herberge gefragt. In Havelberg ist einer. Schnell angerufen und ich kann eingeschoben werden. Nur wie das Rad dahin bekommen?

Ich darf mir glücklicherweise das Auto ausborgen. Als Pfand bleiben Gepäck sowie Hund dort. Schnell das Hinterrad abmontiert und losgedüst. Keine halbe Stunde später habe ich das reparierte Rad in der Hand. Auf die Frage, wie das in so kurzer Zeit zwei Mal passieren kann, bekomme ich die Antwort Altersschwäche. Ich entgegne, dass das Rad erst einen Monat alt ist, worauf ich große, erstaunte Augen ernte. Schnell werden die Umstände ergründet. Mein Hinterrad, so wie ich es jetzt habe ist bis maximal hundertzwanzig Kilo belastbar. Alles Weitere ist zu schwer und demnach kein Wunder, dass die Speichen brechen.

Zurück in Kuhlhausen kommt der Telefondraht ins Glühen. Erst bekommt mein Vater Info, anschließend bekommt der Fahrradhändler seine Standpauke. Er war es ja, mit dem ich das Fahrrad extra für diesen Trip extra zusammengestellt habe. Warum ich dabei ein gewöhnliches Rad bekommen habe und kein Verstärktes, gilt es nun zu klären. Er hat ja gewusst, was ich damit vorhabe. So mit Gepäck und Anhänger.

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Weitere dreißig Minuten später gibt es schon mal ein gutes Zeichen. Er hat ein verstärktes Hinterrad auf Lager. Damit fehlt nur noch das Spezialwerkzeug. Und das alles muss noch irgendwie zu mir kommen. Nach einem weiteren Telefonat mit meinem Vater steht aus dieses. Jetzt heißt es für mich warten. Warten, dass die Teile kommen. Tut meinen Beinen sicherlich ganz gut und auch der Hund bekommt mal eine längere Ruhepause.

Bis auf zwei kurze Runden durch die Havelmarsch bewege ich mich nicht viel. Lotte sehe ich fast den ganzen Tag nicht. Die liegt auf ihrer Matte und lässt die vergangenen Tage in ihren Träumen revue passieren. Diese Pause, wenn für mich auch unfreiwillig, hat sie sich redlich verdient. Also bleiben wir zwei noch eine weitere Nacht in Kuhlhausen …

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3 Gedanken zu “Zum Warten verdammt …

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