Über Feld-, Wald- und Wiesenwege …

02.04.2017

Nachdem ich Retzow verlassen habe, heißt das Ziel weiterhin Havelfähre in Ketzin. Laut Navi knappe zwanzig Kilometer. Machbar in anderthalb Stunden. Also: Drauf los!

Bereits hinter dem Dorf werde ich auf einen Feldweg geleitet. Betonblöcke bilden zwei Spuren. Leider liegen sie nicht sonderlich plan aneinander. Eine holprige, langsame Fahrt nimmt ihren Lauf. Schließlich lande ich in einem Waldstück. Kein Beton mehr. Waldweg. Teils aus lockerem Sand, in den sich die Reifen, dank des Gewichts, tief reindrücken. Nun ist Schieben angesagt.

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Die Freude über die wieder erreichte Asphaltstraße ist jedoch nur kurz. Erneut geht es über einen Feldweg. Der Blick ist malerisch. Das Wetter ebenso. Schnell die Kamera rausgeholt und ein, zwei Bilder gemacht. Lotte lässt sich unterdessen im Gras nieder und genießt die kurze Pause.

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Während ich mich also über diese Wege kämpfe, wechselt die Landschaft immer mal wieder. Von Waldabschnitten zu groß angelegten Feldern, die eine tolle Aussicht ermöglichen. Das die Zeit, wie im Flug vergeht und ich nur, wie eine Schildkröte mit Arthritis vorankomme, stört mich zu diesem Zeitpunkt nicht. Der gelegentliche Wechsel der Landschaft entschädigt doch gewaltig.

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Endlich erreiche ich den Stadtbereich Ketzin. Bei Kilometer zwanzig musst ich jedoch feststellen, dass ich nicht im Stadtkern gelandet bin, sondern mittig im Stadtgebiet. Zur Fähre sind es nochmals zehn Kilometer.

Endlich an der Fähre angekommen, gönne ich mir eine ausgiebige Pause am Fährgasthof. Hier sind sie alle unterwegs. Fahrräder, Motorräder, Autos, zu Fuß. Alle nutzen das tolle Wetter aus. War ich die letzten Tage nahezu immer für mich alleine, herrscht hier das blühende Leben.

Als ich nach weiteren fast zwanzig Kilometern endlich meine Unterkunft erreiche, muss ich feststellen, dass ich irgendwo meine Schirmmütze verloren habe. Also schnell das Auto der Verwandtschaft gegriffen und drauf los gebrummt. Was mir erst später auffällt, ich habe Runtastic zuvor nicht pausiert. Somit habe ich bei Spitzengeschwindigkeit später irgendetwas bei sechzig Klamotten stehen. Passiert. Auch renne ich noch gefühlt ne halbe Stunde kreuz und quer über das Grundstück, was ein wildes Gekrissel auf der Karte erzeugt hat.

Hier kann ich jetzt nochmal mein Hinterrad abmontieren und den, bei der Reparatur eingesetzten Kettenschutz entfernen, der den Freilauf behindert hat. Endlich läuft der Esel wieder normal. Und Morgen geht es dann im direkten Kurs nach Süden auf das Erzgebirge zu. Was mich auf bis dahin erwartet? Ich bin gespannt …

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Ein Gedanke zu “Über Feld-, Wald- und Wiesenwege …

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