Wind, Graupel und … Schnee …

19.04.2017

Mit einer gehörigen Portion Widerwillen verlasse ich heute meine Unterkunft. Das Zimmer ist einfach nur schön und ich lege mich fest, das bisher Beste, das ich auf meiner bisherigen Reise hatte.

Mein Weg führt mich weg vom Wasser. Weg vom Main. Die Rhön erwartet mich. Ein Mittelgebirge, dass die Spannung in mir doch steigen lässt. Der Vergleich zum Erzgebirge. Wie würde es wohl werden? Viel Schieben, okay. Aber landschaftlich? Der Weg dorthin ist wieder ein bunter Mix aus verschiedensten Straßen. Feldwege, schmale Wirtschaftswege sowie Haupt- und Nebenstraßen.

Blog 1

Es ist bereits der dritte Tag, den ich in Regenkleidung verbringe. Viel kommt nicht von oben. Immer mal so ein kleiner Graupelschauer. Dessen Körner mir vom Wind waagerecht entgegen gepustet werden. Zum Glück dauern die Schauer immer nur wenige Minuten. Dennoch: Es ist wie so ein Stein im Schuh beim Marathon. Es geht, aber schön ist das nicht.

Blog 2

Dazwischen und das finde ich wirklich verrückt, kommt zwischen den Wolken doch immer mal wieder die Sonne hervor. Dann wird es soger merklich warm, dass man ins Grübeln kommt, ob man nicht die Regenjacke …
Aber dann zieht der nächste Schauer auf und es wird einem wieder alles ins Gesicht gepustet.

Blog 3

Die Landschaft hier ist wirklich schön. Jetzt, wo der Frühling sich allmählich durchsetzt und das junge Grün an den Bäumen sprießt. Wirklich herrlich. Die weitläufigen Grünflächen gepaart mit seichten Hügeln. Die Erhebungen, die auf der einen Seite in die Ferne blicken lassen, aber auch immer wieder eine weiter reichende Aussicht verhindern. Am Horizont kann ich schließlich die Berge der Rhön sehen. Und … Schnee. Auf den Gipfeln liegt Schnee. Kamera raus und Bild gemacht. Beweissicherung. Wie gestern in Bamberg. Hallo! Wir haben in anderthalb Wochen Anfang Mai. Was soll der Schnee da?

Blog 4

Aber damit nicht genug. Hinter Seubrigshausen stehe ich plötzlich mittendrin. In einem Schneegestöber. Nach all dem Graupel nun also weiße Flocken. Und nicht einmal Kleine. Lange dauert der Zauber jedoch nicht. Wieder sind es nur wenige Minuten, ehe die Sonne wieder herauskommt.

Blog 5

Bevor ich in Bad Neustadt an der Saale reinfahre, geht es nochmal gehörig ins Tal. Es sind immer die schönsten Abschnitte. Einfach nur rollen lassen und mit einem Auge den Tacho beobachten, wie die Kilometer so dahin fliegen. Durch die Stadt folge ich für einen kurzen Moment den Flusslauf. Ich bin nun also in der Rhön. Cool. Doch so allmählich senkt sich die gelbe Scheibe am Himmel. Einige Ortschaften zuvor habe ich schon nach einer Unterkunft gesucht. Sprich, ich habe umher telefoniert. In dem Dorf Burgwallbach werde ich fündig.

Doch um dorthin zu kommen muss ich wieder einen Berg hinauf. Also drauf los. Ich bin müde. Die Beine zecken. Außerdem spiel heute Dortmund im Rückspiel der Champions-League gegen den AS Monaco. Das möchte ich schon sehen. In die Pedale getreten. Los jetzt!

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