Kein Plan, wo ich bin, aber is cool!

20.05.2018

Heute ist schon wieder der letzte Tag. Sicherlich, ich könnte wieder auf den ursprünglichen Plan wechseln und erst Morgen nach Hause fahren. Aber ich habe es mir so überlegt. Jesteburg wird das »Endziel« meiner Runde sein, ehe ich wirklich die Kilometer in Angriff nehme, die mich nach Hause bringen sollen. Aber nicht ohne ein anständiges Frühstück. Für die Beherbergung nochmal ein riesen Dankeschön an meinen Cousin und seine Familie.

Am späten Vormittag geht es dann weiter. Einige kleine Radeltipps nehme ich noch mit. So führt mich der Weg größtenteils durch den Wald. Mal sind es Asphaltwege, mal staubige Schotterstraßen. Herrlich ist es allemal. Ein leichter Wind weht heute. Das macht das Ganze noch etwas angenehmer. Hier ein See, dort eine Pferdekoppel.

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In Jesteburg ist »La Hacienda« das Ziel. So als Hightlight der Tour einmal Rodizio essen und mit überfüllter Plauze gen Heimat. Ob es eine gute Idee ist? Kulinarisch bestimmt. Ach, der dicke Bauch? Darüber mache ich mir erst Gedanken, wenn es so weit ist. Leider scheitert es dann aber doch am Bauch-Dick-Machen. Ich bin zu früh da. Für das Rodizio müsste ich eine Stunde warten. Hmm … Warten? Hunger habe ich eigentlich auch nicht. Das Frühstück liegt noch im Magen. Ja, dann eben nur ein Eis. Das muss reichen. Wird es sicher.

Und jetzt? Wie möchte ich nach Hause fahren? Den direkten Weg oder doch noch einen kleinen Umweg? Ich gebe im Navi einige Zwischenziele ein und entscheide mich dann für Apensen als dieses. Hinter Buchholz fangen die Augen an zu leuchten. Ähnlich wie auf dem Weg nach Jesteburg geht es wieder durch die Wälder der Nordheide. Während ich so durch die Wildnis radel, habe ich eigentlich keinen Schimmer, wo ich genau bin. Es macht aber ungeheuer Spaß. Und cool ist es hier auch!

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Ein Pärchen taucht am Wegesrand auf. Ein deftiges Wurstbrot in der Hand. Die Fahrräder schwer beladen. Sie kommen aus den Niederlanden und befahren die Hansestadt-Route. Am Morgen in Stade gestartet und Jesteburg als Tagesziel. Es vergehen bestimmt zehn Minuten, in denen wir drei angeregt quatschen. Letztendlich wünscht man sich viel Glück für den weiteren Tourverlauf und trennt sich.

Ach, schau! Ich bin an der Bundesstraße drei. Ist ja krass. Und nun? Weiter auf einsameren Wegen. Zwar keine Waldwege mehr, aber viel Verkehr herrscht hier auch nicht. So geht es über Wenzendorf, nach Wennerstorf, bis Hollenstedt. Von hier würde ich blind nach Hause finden. Also, über Hauptstraßen. Aber ich lasse das Navi mal an. Bin gespannt, was ich noch für Wege aufgezeigt bekomme. Bis kurz vor Goldbeck ist es absolut unspektakulär. Es geht über die angedeuteten Hauptstraßen. Erst ab da geht es wieder über Nebenwege.

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Und von Apensen aus geht es durch den Wald Richtung Neukloster. Geduldig schiebe ich dort meinen Zossen durch die Menschenmassen, die gerade den Pfingstmarkt besuchen. Unterm Strich habe ich mir das schwieriger vorgestellt. So mit Genörgel. Was ich denn da jetzt so will. Aber es ist alles gut verlaufen. Ein kurzes Pläuschchen mit einem Bekannten, der mich in der Menge entdeckt und dann geht es weiter. In Horneburg mache ich im Belmondo eine letzte größere Pause. Ein großes Bier und eine Pizza versüßen mir dort den späten Nachmittag. Und dann geht es die letzten gut zehn Kilometer nach Hause.

Fahrstrecke: 63,83 km
Höhenmeter: 341 m
Zeit: 4:44 h
D.-geschw.: 13,47 km/h

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